Und ab dem dritten Kind laufen die ja eh mit, oder?

So oder so ähnlich höre ich das öfter wenn mein Gegenüber halt irgendwie auf die Tatsache meint reagieren zu müssen, dass wir Eltern von 9 Wunsch(!)Kindern sind.

Ein Gegenüber fragte vor Kurzem sogar, ob mein Mann überhaupt voll berufstätig sein könne bei so vielen Kindern….

Manchmal staune ich und manchmal macht es mich traurig, was die “Leute” denken bzw. wie wenig man sich heute noch ein Großfamilienleben vorstellen kann. Absolut unlebbar scheint das für viele zu sein.
Ja, wohl auch weil es das eben leider nur noch selten gibt. Ich bin mir sicher, dass viel Familien gerne mehr Kinder hätten, es aber aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist und da ist mir immer wieder klar, dass wir hier ein Privileg leben dürfen. Wofür ich sehr sehr dankbar bin.

Um auf die Überschrift zurück zu kommen:
nein, die Kinder laufen nicht mit, egal wie viele man hat. Ja, die tägliche Routine geht einem bestimmt leichter von der Hand und ja, man hat die ein oder andere nützliche Erfahrung gesammelt, die sich bewährt mit weiteren Kindern.
Trotzdem ist jedes Kind das auf die Welt kommt ein Individuum, ein ganz eigener, besonderer Mensch, der so viel mitbringt das nie und nimmer mit den Geschwistern identisch sein kann.

Nein, mit jedem Kind fangen wir wieder von vorne an, uns kennenzulernen, diese unglaubliche Bindung zu fühlen, die plötzlich nach der Geburt einfach da ist, die einen von jetzt auf gleich an diesen neugeborenen Menschen bindet, untrennbar unwiderruflich wie von Zauberhand, für immer.

Mit jedem Kind sortiert sich die Familie neu, es ruckelt und rüttelt im Getriebe und manchmal dauert es eine ganze Weile bis jeder seinen Platz neu gefunden hat. Das ist beim ersten Kind nicht anders als beim neunten.
Manchmal geht es leichter, fast ohne “Geburtswehen”, manchmal dauert es wirklich lang.

Jedes Kind fordert uns Eltern neu, anders… jedes Kind hat eine ganz eigene Verbindung zum Herzen seiner Eltern, jedes Kind weist uns neue Aufgaben zu und v.a. von und mit jedem Kind lernen wir Eltern dazu.
Wir sind auf einem Weg mit diesen uns anvertrauten Kindern und fast immer in dieser Beziehung ist der Weg das Ziel, ist der Weg das was zählt. Es gibt Etappenziele, immer wieder Meilensteine, aber im großen und ganzen sind wir Wegbegleiter dieser Kinder.
Wir haben Aufgaben aneinander zu tun, große, kleine, schwere und leichte.

Am wichtigsten aber erscheint mir, dass wir Freude aneinander haben, die mit jedem weiteren Kind nicht geteilt sondern größer wird.
So eine große überschäumende Freude wenn man diese Kinder, wie viele es auch sein mögen, in seinem Herzen spürt. Alle, jeden einzeln und als großes ganzes.

Nein, da läuft keiner nebenher.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

der auch beim neunten Mal nichts an Intensität und Besonderheit verloren hat.
Wir sind verliebt und überglücklich über unser neuntes Kind, ein kleines Sommermädchen, das uns dann doch 9 Tage über den errechneten Termin hat warten lassen mit seiner Ankunft.
Dafür ist sie wirklich “fertig” bei uns angekommen. Ein reifes, fittes Neugeborenes, das ausgeglichen ist und unser Leben von nun an bereichert und uns zu einer “Elfer-Familie” macht.

Wir kuscheln dann mal weiter bzw. begehen die Sommerferien mit Wochenbett und Familienneusortierung…..

ET plus oder wann kommt das Baby endlich?

Die 40. Schwangerschaftswoche ist um…es geht uns gut…wäre da nicht plötzlich noch eine gestaute Niere… das kenne ich aus einer früheren Schwangerschaft, ist sehr unangenehm und lässt mich noch mehr in Richtung Geburt hoffen.

Ich bin müde und ein bisschen genervt. Horche viel in den Bauch, ob es dem Sommerbaby auch wirklich (noch) gut geht und ich nichts übersehe… dann wieder versuche ich diese Tage zu genießen… es wird wohl das letzte Mal sein…und gut verpackt ist so ein Baby ja auch besser zu all den vielen gerade noch anstehenden Terminen mitzunehmen als wenn es geboren ist und viel Ruhe und Geborgenheit braucht…
also hat alles irgendwie seinen Sinn…(versuche ich mir einzureden, was von Tag zu Tag schwerer wird)

Trotzdem trotzdem wünsche ich mir die Wehen herbei (zumindest tagsüber). Die Kliniktasche ist endlich gepackt…
Der Korb fürs Wochenbett auch, die Wickelkommode ist eingeräumt mit den wenigen, mir nötig erscheinenden Sachen bestückt.

Wir warten hier sehnsüchtig auf unser Sommerbaby und können es auf der anderen Seite gar nicht fassen, dass wir es bald im Arm haben dürfen…gefühlt war ich irgendwie ewig schwanger….

Das abendliche Nähen fällt momentan immer mehr flach, ich bin einfach zu müde…aber ein neues Bettnestchen fürs geliehene babybay ist doch noch entstanden. Ein Stillkissenbezug auch, vielleicht schaffe ich noch einen weiteren.

Nachthemden fürs Vorschulkind habe ich auch noch geschafft und dabei ältere Jerseys abgebaut, das ist auch gut so, damit neues einziehen kann…die Stoffsucht lässt grüßen!

Ansonsten haben wir viel geräumt und gestöbert, das älteste Kind und ich, welch eine Wohltat!
Die Liste ist fast geschafft und die Spielgruppenvormittage der Zwillingsmädchen in dieser Woche wollen wir noch gut nutzen.
Leider stehen halt jetzt auch Termine zur Kontrolle an, die mir an dieser Stelle dann doch wichtig sind. Einer beim Arzt und sonst bei meiner lieben Hebamme, die zum Glück sogar ein CTG hätte, wenn uns danach wäre…

Ich versuche Tag um Tag zu nehmen wie es kommt, sehr schwer gerade, und meine Geduld zu üben (ein großes Feld für mich) und dann hoffen wir alle hier auf eine baldige gesunde und unkomplizierte Geburt des Sommerbabys.

Schwangerschaftsupdate 36 Wochen sind geschafft

Die letzten Wochen sind angebrochen. Gerade habe ich angefangen mein Baby im Bauch so richtig zu genießen, noch mag ich es nicht loslassen, noch fühlen wir uns zusammen so wohl.
Aber ich weiß ja, dass sich das in den nächsten Wochen ändern wird.
Die Vorbereitungen an Babysachen sind fast abgeschlossen, es gibt genug (und das ist gar nicht viel) Kleidung(v.a. Wolle/Seide und Baumwollsachen), Stoffwindeln, einen schönen großen altmodischen Kinderwagen (Emmaljunga), eine gebrauchte Wickelkommode von Stokke, ein geliehenes Babybay Beistellbett aus der Verwandtschaft und ein Stillkissen für die Couch (zusätzlich zu dem in meinem Bett, das mir das Schlafen schon seit vielen Wochen erleichtert). Eine Nonomo Wiege hätten wir noch gerne…. mal sehen, vielleicht finden wir noch eine gute gebrauchte oder wir können sie doch noch leihen.

Die andere, eigentliche Vorbereitung auf die Geburt läuft da leider nicht so rund, eher holprig… nach drei Kaiserschnitten ist der Wunsch nach einer spontanen Geburt für einige Geburtshelfer praktisch und auch theoretisch unmöglich. Ja, für mich/uns aber nicht… für viele andere Frauen (das zeigen viele, viele Berichte aus dem Netz) auch nicht. Für andere Mediziner und Hebammen (das zeigen verschiedenen große Studien aus Amerika) auch nicht. Was das nun am Ende geben wird, wie dieses wunderbare über alles erwünschte Sommerbaby nun zu uns kommen wird, liegt nicht in meiner Hand. Der Weg dahin liegt vor mir und das Ende werde ich erst erahnen können wenn die Wehen einsetzen…. so eine ungewisse Aussicht ist nicht leicht für mich, die ich doch gut organisiert bin und für die Planen (fast) ein Lebensinhalt ist.
Aber das ist wohl an dieser Stelle meine Aufgabe, mein Lernen.
Ich nehme es gerade an und übe mich in Geduld und schenke dem Kind im Bauch soviel Aufmerksamkeit wie das für ein neuntes Kind möglich ist.

Ansonsten geht es mir gut, ich fühle mich wohl mit meinem großen Bauch und den zauberhaften Bewegungen darin. Ich genieße ganz bewußt… denn wer weiß, wer weiß, es könnte gut das letzte Mal sein…

und hier noch ein paar Strampler auf Vorrat in Größe 62 aus Sommersweat, das Oberteil ist mit Bio Bw Jersey gefüttert

Stoffwindeln für Neugeborene

Ich bin ja nun ein “alter Hase” was das Rundumversorgen von Babys und Kleinkindern angeht. Aus eigener mittlerweile 19jähriger Erfahrung und dann auch aus beruflicher Sicht, u.a. als Elternberaterin für die ersten Lebensjahre.

So kann ich das Wickeln mit Stoffwindeln jedem nur wärmstens ans Herz legen.
Abgesehen von allem anderen dauert es ein bisschen länger, ein Baby mit einer Stoffwindel zu versorgen… gut so! diese Zeit ist exklusiv fürs Baby. Kuscheln, Streicheln, mit dem Baby sprechen, ein Späßchen machen,Körperkontakt mit der nackten Haut und einfach nur Zeit für den kleinen Menschen haben. Gerade in Familien mit mehreren Kindern ist das so ein Geschenk, diese Zeit.
Natürlich müssen die Stoffwindeln gewaschen und je nach Typ auch gefaltet werden, aber, ganz ehrlich, bei dem Wäscheaufkommen einer Großfamilie fällt (mir) diese Windelwäsche gar nicht auf.
Und ja, es ist ein finanzieller Aufwand, der erst mal mehr zu Buche schlägt, als die auf Raten gekauften Wegwerfwindeln. Aber gerade wenn man mehrere Kinder hat und gleich beim ersten damit anfängt, rechnet es sich auf jeden Fall.
Und wenn man nicht gleich zu Beginn der Babyzeit angefangen hat oder halt nur ein Kind mit Stoff wickelt, dann gibt es z.B. auf der Seite www.naturwindeln.de einen hervorragenden Flohmarkt, auf dem man gebrauchte Windeln plus Zubehör kaufen und verkaufen kann.
Es ist nicht besonders schwer, die Windeln gut zu pflegen und so sehen diese auch nach zwei oder mehr Wickelkindern noch gut aus.
Wir wickeln seit Kind 2 mehr oder weniger mit Stoff. Durch einen nicht in den Griff zu kriegenden Windelsoor bei Kind 2 von der Ärztin auf Stoffwindeln hingewiesen, haben wir damals, mit einem Zuschuss der Stadt (gibt es heute leider nicht mehr) eine mittelgroße Stoffwindelsammlung von Popolini angeschafft.Die Auswahl war damals noch eher klein. Das hat gut funktioniert, der Pilz war innerhalb einer Woche abgeheilt, und Kind 2 mit zwei Jahren trocken.
Zugegeben das Windelpaket damals war noch sehr dick….heute gibt es da ganz andere Modelle.
Kind 3 wurde dann vom ersten Tag an mit Stoff gewickelt. Zuerst mit den Strickbindewindeln von Disana plus Wollüberhosen. Für mein Winterbaby genau das richtige. Einfach zu handhaben, relativ günstig und mitwachsend. Mit etwa 4,5 Monaten sind wir wieder auf die Popolinis umgestiegen. Wobei mir die einfach sehr dick erschienen, v.a. an meinem eh schon kräftigen Kind….so haben wir auch immer wieder Wegwerfwindeln benutzt, weil unser Sohn etwas bewegungsfaul war und der Kinderarzt da schon einen Zusammenhang mit dem dicken Windelpaket sah… (mit den heutigen Modellen kein Argument mehr!)
Kind 4,5 und 6 sind auch Stoffwindelkinder zumindest für sehr lange gewesen. Erst auch mit den bewährten Strickbindewindeln und Wollüberhosen und danach mit diversen Modellen, wobei wir die Grovia Hybrid Windeln immer sehr mochten.
Bei den Zwillingen habe ich drei einhalb Monate durchgehalten, dann hat der horrende Schlafmangel und die 10 Windeln pro Kind pro Tag seinen Tribut gefordert und wir sind auf Wegwerfwindeln umgestiegen, zumindest fast ausschließlich.
Das Sommerbaby wird aber natürlich wieder von Anfang an mit Stoff gewickelt. Dazu habe ich meinen doch schon sehr aufgebrauchten Bestand an Bindewindeln mit modernen All in one Newbornwindeln aufgestockt, um auch dem Papa und den großen Geschwistern das Wickeln zu erleichtern.
Da haben sich die totsbots teenyfit sehr bewährt, für die Nacht bamboozle stretch Windeln plus Überhosen
(von hier) und dazwischen Mull oder Bindewindeln mit Wollüberhoben.

So sind wir für die erste Zeit gut ausgestattet.

Danach liebäugle ich schon mit den wunderschönen Windeln der Windelmanufaktur..die passen halt leider nicht von Anfang an…sind aber eine schöne Geschenkidee zur Geburt, finden wir, es gibt ja auch Gutscheine… und so werden wir das mal auf die Wunschliste setzen;)

Sommergarderobe Teil III

Einen kleinen Einblick ein mein Nähstübchen mit Fotos von den Projekten der letzten Wochen… wie immer fehlt es einfach an der Fotografierlust(von der Zeit will ich gar nicht reden)… es war so viel mehr, was da entstand. V.a. weil ich ja für die Zwillingsmädchen wirklich (fast) nichts kaufe…

Ida Schürzchen aus zauberhafter japanischer Baumwolle- Leinenmischung

Ein Izzy Top (freebook aus dem Netz)… so luftig und so süß.. bin total begeistert von dem Schnitt den es in ganz vielen Größen gibt

Ein Klimperklein Sommerkleid aus Hamburger Liebe Stoffen… heißgeliebt

Leinenkleider aus Waschleinen (von alles für selbermacher), ganz tolle Stoffqualität, den hätte ich gerne in allen Farben. Und die Kleider ein Traum…

und noch ein paar Basic Pumphosen in dünner Bio BW Jeansqualität

Ein paar Babyklamöttchen warten noch auf Fertigstellung und dann werde ich in Unterwäsche Massenproduktion gehen, um die Jerseyreste aufzuarbeiten.

Schwangerschaftsupdate: über 30 Wochen sind geschafft

Die magische 3 steht nun vorne beim Zählen meiner Schwangerschaftswochen. Immer eine große Beruhigung für mich, habe ich doch aus meinem Studium einen älteren, sehr erfahrenen Oberarzt im Ohr, der immer bei einem Neuzugang in der Schwangerschaftsnotfallambulanz fragte: “und schon die 3 vorne?, dann kann ich meinen Kaffee noch fertig trinken”….

Genauso fühle ich mich gerade was die Schwangerschaft angeht: total entspannt. Alles ist gut, das Sommerbaby meldet sich fleißig, hat Schluckauf und liegt meist in Schädellage, Übungswehen gibt es ab und an, nur mein Kreislauf muckt ein bisschen und ohne die tollen Kompressionsstrümpfe geht es darum leider nicht. Aber bei dem momentan immer mal wieder kühlen Wetter ist das noch erträglich. Den Eisenwert haben wir dank Infusionen auch wieder in einen akzeptablen Bereich gebracht und so bin ich auch tagsüber nicht mehr ganz sooo müde.

Die Vorfreude aufs neue Baby wächst hier auch bei den Kindern täglich. Am letzten Wochenende haben wir einen gebrauchten Wickeltisch über die Kleinanzeigen abgeholt. Ein tolles stabiles Modell von Stokke, dessen geräumige Schübe ich dann bald mit Stoffwindeln und den ersten Babysachen füllen will….ein bisschen werde ich damit aber noch warten…

Ein neues Tragetuch ist auch eingezogen. Ein Didymos Viola 1975 aus 100% kba Baumwolle… so schön, weich und dünn und die Farbe ein Traum. Das darf ich jetzt schon mal einkuscheln.

Die Vorsorgen laufen fast ausschließlich bei der Hebamme, nur den dritten empfohlenen Ultraschall haben wir bei der Ärztin machen lassen. Alles in bester Ordnung, das Kindlein genauso groß wie es sein sollte, top versorgt und auch sonst alles gut.
Mehr brauchen wir nicht, wir fühlen uns wohl mit dieser Art der eher “minimalärztlichen” Vorsorge.

Genäht habe ich auch wieder ein bisschen fürs Sommerbaby: zwei Schlafis nach dem Schnittmuster von Frau Klimperklein aus ihrem ersten Buch sind entstanden.

Auf der Liste stehen noch Strampler in Größe 62( bei den Zwillingen bin ich lange nicht an die Nähmaschine gekommen und so will ich vorsorgen) und ein gefüttertes leichtes Jäckchen. Ein paar Hemdchen und anderes habe ich bei einem Räumungsverkauf günstig erstanden und damit sehr die Zustimmung meines Mannes gefunden, der es übertrieben anstrengend findet wenn ich mir den Druck mache alles selber nähen zu wollen. Ich habe gemerkt, irgendwo muss ich anfangen kürzer zu treten, auch im Hinblick auf meine Kraftreserven für nach der Geburt.

Den Rest der spärlichen Nähzeit werde ich für Kind Nr. 4 (T-Shirts, kurze Hosen, 2 Röcke und 2 Pumphosen) und die Zwillinge (T-Shirts, Kleider, kurze Hosen, Leggings) aufwenden und nebenher immer ein paar kleine Bestellungen.

Die Pfingstferien gehen dem Ende zu und meine lange To do Liste, die ich für den heiß ersehnten Urlaub des Familienoberhauptes angelegt hatte, ist merklich geschrumpft, das tut so gut. Kinderzimmer wurden entrümpelt und ein bisschen ungestaltet, ein neuer Sandkasten gebaut, den ein oder anderen Ausflug haben wir gemacht und wir haben Freunde getroffen, das waren wunderschöne Urlaubstage, einfach in den Tag hinein leben, den Kindern beim Spiel zu schauen, lecker zusammen essen und viele gute Gespräche….
Da würde ich jetzt gerne noch eine Woche oder zwei dranhängen!

Leben mit einer Großfamilie

Nun da deutlich sichtbar ist, dass wir unsere Familie um ein weiteres Mitglied vergrößern, haben unsere Mitmenschen dazu auch des öfteren etwas zu sagen. Meist ist das ein Kommentar zwischen Bewunderung oder auch Verwunderung in irgendeiner, eigentlich meist netten Form. Die Fragen reichen von wie groß unser Kühlschrank wohl sei über die Menge des wöchentlichen Einkaufs. Die meisten muss ich da dann enttäuschen, wir haben einen Kühlschrank in der Küche und einen im Vorratskeller, beide in normaler Dimension und wenn ich meine Wocheneinkäufe mit denen von Familien mit zwei oder drei halbwüchsigen Kindern vergleiche, ist das bei uns nicht mehr. Im Gegenteil.
Viele Menschen meinen dann auch sich fast entschuldigen zu müssen, dass sie ja nur zwei Kinder haben und wie das denn zu schaffen sei mit so vielen. Ich verstehe das Interesse, ging es mir doch genau so als ich zwei oder drei Kinder hatte. Es hat mich immer hingezogen zu Müttern mit mehreren, ich war interessiert an deren Leben an deren Einstellung zum Kinderreichtum, aber ich glaube ich war nicht so offen verwundert darüber sondern eher voll stiller Bewunderung und ich fand das nachahmenswert… auf jeden Fall.

Heute sagte ich zu einer “nur” Zwillingsmutter, dass es doch die Hauptsache sei, dass die Kinderzahl und die Lebensumstände eben genau für diese Familie passen. Dass alle miteinander glücklich sind, keiner sich überfordert fühlt und man sein Leben lebt.
Das stieß auch auf Verwunderung… dabei ist es doch so einfach, oder?

Und schon klar, wir leben hier nicht die “Norm”… was auch immer das ist und ich sehe schon, dass eine voll berufstätige Mutter mit zwei Kindern auch sehr gefordert ist und auch ziemlich jonglieren muss im Alltag, anders als ich hier, aber bestimmt nicht unähnlich. Und ich betrachte es auch als Geschenk, vielleicht sogar als Privileg, dass wir so viele Kinder beim Aufwachsen begleiten dürfen und wir dazu Platz und finanzielle Möglichkeit haben, dass hier nie einer allein ist (was, ganz klar, nicht immer nur Segen ist) und dass wir später wohl ein großes Zelt in den Garten stellen müssen, wenn alle Kinder mit ihren eigenen Familien zu Besuch kommen… das ist eine Vorstellung, bei der ich übers ganze Gesicht strahlen könnte, etwas, das mich unendlich glücklich macht und mich bisher noch aus jeder Krise gerettet hat… Vorfreude pur!

Und da sind wir ganz klar bei der Organisation, die ist einfach essentiell. Für alle Familien, finde ich… ich mache das auch gerne… schreibe Listen über Listen, schon immer, plane den Wochenspeiseplan und die Einkäufe. Ich würde sagen, ich bin gut organisiert. Das tut gut, erleichtert mir das Leben und hilft uns allen. Die Kinder ahmen das nach und profitieren.
Überhaupt, glauben wir, dass Kinder von vielen Geschwistern profitieren. Sie lernen von den Großen, auch das sich abgrenzen. Die großen wiederum lernen Verantwortung und Organisation und so viel mehr, viele Dinge und Werte, die man gar nicht in Worte fassen kann, die ich aber mit Stolz und nassen Augen sehe, wenn die Kinder neue Situationen völlig ohne Probleme meistern, wenn sie sich mühelos überall einfügen (nicht unterordnen) können, wenn ich sehe, dass es überhaupt kein Problem darstellt für eines der großen Kinder ans andere Ende der Welt zum Schüleraustausch zu einer fremden Familie zu fliegen und sich dort mehr als gut zurecht zu finden oder wenn es selbstverständlich ist, dass meine knapp dreijährige am Spielplatz erkennt, dass ein anderes Kind am Klettergerüst Hilfe braucht und die Mama von diesem Kind aber gerade ihr Baby stillt und nicht kann, diese Reihe ließe sich endlos fortsetzen und ja, es gibt Tage, vielleicht auch mal länger, da muss einer zurück stecken, da geht einer fast unter, weil ein anderer gerade so viel braucht, aber auch das ist Leben in Fülle….

So viel will ich aber gar nie sagen, wenn ich meist zwischen Tür und Angel “angewundert” werde….die Kurzfassung meiner/unserer Lebenszufriedenheit habe ich leider noch nicht gefunden.

Jedenfalls schaffen wir das mit acht bzw. bald neun Kindern. An manchen Tagen besser als an anderen und an einigen Tage mit mehr Zufriedenheit als an anderen.An Wochen wie der letzten auch mit sehr viel Kraftaufwand, wenn die Hälfte unpassenderweise krank ist und alle Pläne umgeschmissen werden müssen und es statt einem kinderfreien Mama- und Papa-Wochenende Krankenstation zu Hause gibt…aber auch das geht wieder vorbei.
Und auf jeden Fall freuen wir uns riesig, dass wir bald noch ein kleines Wunder bei uns willkommen heißen dürfen.

Schwangerschaftsupdate 27. SSW

Soviel wollte ich von dieser Schwangerschaft berichten, v.a. für mich, für später als Erinnerung.So sehr wollte ich es genießen, dieses höchstwahrscheinlich letzte Mal mit Babybauch.
Aber wie das so ist als Großfamilienmama es fehlt die Zeit an allen Ecken und Enden und an vielen Tagen erinnert mich hauptsächlich das immer beschwerlicher werdende Treppensteigen (davon haben wir einige im Haus) an den wachsenden Bauch.
Das Sommerbaby ist eher ruhiger als seine Geschwister, was mich immer wieder in Sorge um sein Wohlergehen ausbrechen lässt.Es reagiert aber viel auf laute Geräusche und Stimmen. Die kleineren Geschwistern fragen jetzt schon oft nach dem Baby und wollen den Bauch streicheln. Die 6jährige ist ganz fasziniert seit sie weiß, dass das Baby jedes Wort hören kann….
Um nach der sehr beschwerlichen ersten Hälfte der Schwangerschaft wieder etwas fiter zu werden, auch im Hinblick auf die Geburt, und ganz grundsätzlich um etwas für mich zu tun habe ich mich zum Aquafitness für Schwangere angemeldet. Ein offener Kurs der mich nicht jede Woche an einen festen Termin bindet, sondern ich kann kommen wann ich es eben schaffe. Das tut mir richtig gut.
Die Ernährung ist immer noch ein Thema, mein Magen sehr capriziös und will gehätschelt werden. Schwangerengelüste nach Eis etc. sind da nicht so gut. So versuche ich ein Zwischending aus sowieso hauptsächlich Gemüsemahlzeiten mit Getreide. (Wir essen seit über 10 Jahren alle vegetarisch, z.T. vegan) und eben ab und an selbstgebackenen Kuchen und Gebäck und auch mal ein Eis. Das Backen ist genau wie das Nähen mein Seelending, das tut mir gut, erdet mich und macht mich glücklich (nicht zuletzt auch das Kuchenessen ;) )

Natürlich habe ich auch schon genäht fürs Sommerbaby, ein bisschen zumindest, aber so einiges steht noch auf meiner Liste.


Schnitt Strampler: eigener Entwurf; Zwergenmützchen: Klimperklein ein bisschen geändert; Wickeljacke Kid5; Babyerstlingsmütze: eigener Schnitt

Die Kinderwagenfrage ist immer noch aktuell. Da sind wir jetzt auf ganz neue Alternativen gestoßen. Von Naturkind gibt es ein tolles und sehr schönes neues Modell mit Namen Vita, das uns sehr gefällt und zu dem es so gar eine große dänische Wanne zu kaufen gäbe. Und außerdem sind wir auf die fränkische Firma Angelcab aufmerksam geworden, die ganz individuelle Kinderwägen aus ökologischen Materialien herstellen. Sehr retro, das gefällt mir so gut. Hatte ich doch bei einem der Kinder einen ganz alten Kinderwagen angeschafft, der war so schön, aber leider halt auch mit viel Plastik im inneren und kaum mehr sauber zu kriegen, das kann ich mir für ein Neugeborenes einfach so gar nicht vorstellen und ein Familienerbstück gibt es bei uns leider nicht mehr.
Wir überlegen also noch ein bisschen, aber nicht mehr lange, denn die Lieferzeiten für beide Wägen sind sehr lange.
Und nicht zuletzt hat die Firma Teutonia auch noch neue, interessante Modelle auf den Markt gebracht.

Aber die erste Zeit wird eh nur getragen. Dafür habe ich ein kleines Sparschwein für ein neues Tragetuch aufgestellt, das sich schon gut gefüllt hat mit Erlösen aus Genähtem und Gebrauchtem, das ich verkauft habe.
Aber welches Tuch es werden wird weiß ich noch nicht, vielleicht ein Oscha mit Seide…..mal sehen.

Ich brüte dann mal weiter und versuche nicht all zu viele Sorgen aufkommen zu lassen und statt dessen das Frühlingswetter und meinen Babybauch zu genießen.

Genäht wird gerade ganz viel, auch für die großen. Nur leider ist das Fotografieren nach wie vor nicht so mein Ding und so schaffen es viele Sachen gar nicht oder sehr verspätet in den Blog.
Wer mag kann aber mal auf Instagram luschern, da gibt es seit neuestem auch einen Account von mir.
hier entlang..

Sachenfinder Röckchen und Entdecker Pumphosen

Wieder einmal Zeit für neue Zwillingsmädchen-Klamotten.
Diese Röckchen habe ich irgendwo gesehen, mir wollte einfach nicht mehr einfallen wo und so habe ich versucht sie ähnlich nachzuempfinden. Die Mädchen sind begeistert.
Die Hosen sind schon einige Kinder lang bewährt hier und geliebt, da werde ich bald noch sommerliche Varianten nähen.
Beide Modelle gibt es ab sofort auch in meinem Dawanda shop.






Schnittmuster Pumphose: abgewandelter Frida von Milchmonster
Röckchen: eigener Schnitt
Bio BW Jeans und Bio BW Chambray kombiniert mit verschiedenen bunten Bio und Ökotex Stoffen.